Erstellt am 31. August 2011, 12:07

Energiesparlampen um 20 Prozent verteuert. Gleichzeitig mit dem Verbot der 60-Watt-Glühbirne erhöht der Leuchtmittel-Hersteller Osram die Preise für Energiesparlampen. Begründet wurde die "außerordentliche Preiserhöhung" der Siemens-Tochter zum 1. September mit einem drastischen Preisanstieg bei sogenannten seltenen Erden, die als Rohstoff benötigt werden.

Im Schnitt liegen die Preiserhöhungen bei 20 bis 25 Prozent, sagte Osram-Vorstand Martin Goetzeler der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch). Betroffen sind Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen.

"Die zunehmende globale Knappheit dieser Materialien hat zu einer Kostenexplosion geführt", zitiert die Zeitung aus einem Brief Osrams an seine Kunden. Hintergrund sei die gestiegene Nachfrage nach seltenen Erden wie Europium, Terbium und Yttrium und die restriktive Exportpolitik Chinas, das fast alle Abbaugebiete kontrolliert. Goetzeler rechnet daher mit Preissteigerungen in der gesamten Branche. Osram arbeite an Prozessen, um seltene Erden über Recycling zurückzugewinnen. Siemens plant einen Börsengang der Lichttochter.

Ab diesem Donnerstag dürfen EU-weit keine herkömmlichen Glühbirnen mit mehr als 40 Watt in den Handel kommen. Dadurch dürfte die Nachfrage der Verbraucher nach Energiesparlampen deutlich ansteigen. Befürworter hatten bisher argumentiert, die wesentlich teureren Energiesparlampen wären nicht nur effizienter, sondern aufgrund ihrer längeren Haltbarkeit unterm Strich auch günstiger für die Verbraucher. Allerdings halten Kritiker dagegen, dass dies für viele Haushalte nicht zutrifft.