Erstellt am 07. Februar 2013, 13:29

Energiewende: Berlakovich hofft auf Gemeinden. Umweltminister Berlakovich ist nach wie vor davon überzeugt, dass Österreich bis 2050 energieautark werden kann, also gleich viel oder mehr Energie produziert als es verbraucht. Das geht freilich nur rein rechnerisch

Ziel müsse es sein, vom fossilen Energiesystem wegzukommen. Die Gemeinden spielten dabei eine wichtige Rolle, sie sollen sich zu Klima- und Energiemodellregionen zusammenschließen.

Bereits 1.100 der 2.354 österreichischen Gemeinden gehören einer solchen Region an. Derer gibt es momentan 106, mehr als 2,5 Millionen Menschen leben dort. Finanziell unterstützt wird das Ganze seit 2009 vom Klima- und Energiefonds. Heuer sollen 2,6 Mio. Euro in 23 neue und 12 bestehende Modellregionen fließen.

Das ist ein sehr kleiner Teil des Klimafonds, der im Vorjahr ein Budget von rund 130 Mio. Euro hatte. Die Summe für heuer wird nächste Woche fixiert, sagte Geschäftsführer Ingmar Höbarth. "Die Finanzmittel für den Klimafonds sind gesichert", versprach Berlakovich, ohne jedoch zu sagen, ob die Mittel aufgestockt oder gekürzt werden.

Bei den Energieregionen geht es nicht so sehr ums Geld oder um die CO2-Reduktion - bei der ja Österreich nicht gerade Musterschüler ist - , sondern darum, die Energieversorgung zu dezentralisieren und Bewusstsein zu schaffen, so Höbarth. Er war selbst überrascht ob des großen Interesses. "Bürgerversammlungen schaffen Engagement vor Ort, das haben wir am Anfang unterschätzt. Veränderungen, die direkt vor der Haustür passieren, berühren einen selbst." Die Beispiele reichen von kommunalen Photovoltaikanlagen über Elektrofahrräder bis zu effizienter Straßenbeleuchtung.