Erstellt am 11. Oktober 2012, 12:46

Erhöhung des Spitzensteuersatzes weltweit. In der Wirtschaftskrise ist es modern, den Spitzensteuersatz zu erhöhen. Der höchste Steuersatz für Einkommen ist 2012 im internationalen Schnitt um 0,3 Prozent gestiegen, geht aus einer Untersuchung der Unternehmensberatungsgesellschaft KPMG hervor.

Österreich liegt mit einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent nach wie vor im europäischen Spitzenfeld.

Das war in den vergangenen zehn Jahren erst der dritte Anstieg, hält das Unternehmen fest. Der Aufwärtstrend sei das Ergebnis einer mangelnden wirtschaftlichen Erholung und steigender Schulden, schreibt KPMG. Teils habe es neue Steuersätze für Spitzenverdiener gegeben, teils wurden temporäre Steuern erhoben, um Budgetlöcher zu stopfen.

Führend war Frankreich, wo der Steuersatz für Besserverdienende mit Einkommen über 250.000 Euro im Jahr von 41 auf 45 Prozent angehoben wurde. In Spanien stieg ab Jänner 2012 für Einkommen über 300.000 Euro dieser von 45 auf 52 Prozent.

Auch Österreich befindet sich mit 50 Prozent im Spitzenfeld. Allerdings betrage die höchste effektive Besteuerung in Österreich 44 Prozent, wenn man die günstige Besteuerung von 13. und 14. Gehalt und den Gewinnfreibetrag berücksichtige, erinnert das Unternehmen. Der Höchststeuersatz greift jedoch im internationalen Vergleich schon bei einem relativ niedrigen Einkommen von 60.000 Euro.

Höhere Spitzensteuersätze gebe es nur in Aruba mit 58,95 Prozent, gefolgt von Schweden mit 56,6 Prozent, Dänemark mit 55,4 Prozent und den Niederlanden mit 55 Prozent. Wie Österreich verlangen auch Belgien, Großbritannien, Japan und Senegal 50 Prozent.