Erstellt am 16. Dezember 2011, 08:51

Erhöhungen nach harten Verhandlungen. Höher als im vergangenen Jahr fallen die Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmer für 2012 aus. Schuld daran ist die gestiegene Inflation, erkämpft wurden die Gehaltssteigerungen aber angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in teils lange Verhandlungsschlachten.

Dabei haben sich die Metaller im Schnitt 4,2 Prozent erkämpft, was deutlich über der erwarteten Inflation für kommendes Jahr von 2,1 Prozent (Wifo) liegt. Die Beamten-Gehälter steigen durchschnittlich um 2,95 Prozent, die meisten Pensionisten erhalten 2,7 Prozent mehr. Die Politiker haben sich neuerlich selbst eine Null-Lohnrunde verordnet.

Für eine für sie angemessene Lohnanpassung waren die rund 165.000 Arbeiter und Angestellten der Metallindustrie sogar auf die Barrikaden gegangen und hatten Warnstreiks abgehalten. Die untersten Einkommensschichten erhalten nun ein Plus von 4,4 Prozent, was dank einer Mindestaufzahlung von 80 Euro für Hilfsarbeiter unterm Strich einen Lohnzuwachs von 5,3 Prozent bedeutet. Die mittleren Einkommensschichten dürfen sich über einen Zuwachs von 4,0 bis 4,3 Prozent freuen, für die Topverdiener unter den Metallern gibt es ein Plus von 3,8 Prozent.

Gestreikt haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zwar gerade noch nicht, aber auch hier gestalteten sich die Verhandlungen zäh. Für sie gibt es ein Gehaltsplus von 2,68 bis 3,36 Prozent, im Schnitt bedeutet dies eine Erhöhung um 2,95 Prozent. Um der Regierung Geld zu sparen tritt die Erhöhung allerdings diesmal einen Monat später in Kraft, also am 1. Februar. Auch im Handel hatte man gepokert - mit dem Ergebnis: Ab 1. Jänner 2012 bekommen die rund 520.000 Angestellten durchschnittlich 3,6 Prozent mehr Gehalt, Lehrlinge erhalten um 3,9 Prozent mehr.

Für Pensionen bis 3.300 Euro brutto wird es im kommenden Jahr ein Plus von 2,7 Prozent geben. Bis zu einer Pensionshöhe von 5.940 Euro brutto wird das Plus bis auf 1,5 Prozent abgeschmolzen. Für Pensionen über 5.941 Euro brutto gibt es dann 1,5 Prozent. Der Alleinverdienerabsetzbetrag für Personen, die keine Kinder betreuen, kann außerdem künftig bis zu einer Pension von 1.750 Euro wieder geltend gemacht werden.