Erstellt am 18. Januar 2013, 13:54

Ermittlungen im OeBS-Skandal beendet. In der Affäre rund um Schmiergeldzahlungen bei die Nationalbank-Gelddruckerei OeBS hat die Staatsanwaltschaft Wien ihre Ermittlungen abgeschlossen.

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Über eine mögliche Anklage will die Staatsanwaltschaft schon bald entscheiden. Wann es eine Entscheidung zur Anklage geben werde, stehe aber noch nicht fest, berichten Medien.

In der OeBS-Causa geht die Justiz dem Verdacht auf Schmiergeldzahlungen für Geschäfte der Gelddruckerei in Aserbaidschan und Syrien nach. Dabei sollen Millionen an Bestechungsgelder bezahlt worden sein. Die Schadenssumme beläuft sich je nach Schätzung auf bis zu 21 Mio. Euro, schreibt das "WirtschaftsBlatt".

Unter den 40 Beschuldigten befinden sich neben Ex-Managern und Ex-Aufsichträten auch die Bilanzprüfer der OeBS. Ermittelt worden sei wegen des Verdachts auf Korruption und Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll es dem Vernehmen nach im Zuge der Ermittlungen auch zu Friktionen zwischen der Staatsanwaltschaft und der Wiener Kripo gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft sei teils nicht zufrieden gewesen, da die Kripo nicht mit der Intensität, die sich die Justiz erwartete, ermittelt habe.