Erstellt am 18. Juni 2013, 13:04

Ernte: Gute Aussichten. Trotz Wetterkapriolen und Hochwasser zeigen sich Kammer-Vertreter punkto Ernte-Ertrag 2013 optimistisch.

Landwirtschaftspräsidenten im Roggenfeld (v.l.): Franz Stefan Hautzinger und seine Kollegen - Österreichs Kammer-Präsident Gerhard Wlodkowski, Franz Windisch (Wien) und Niederösterreichs stellvertretender Präsident Otto Auer beim Lokalaugenschein im Nordburgenland.  |  NOEN, Foto: Zedlacher-Fink
Achtzig Prozent des Ernte-Ertrages ist vom Wetter abhängig. Doch auch nach den jüngsten Überschwemmungen zeigen sich die Landwirtschaftskammer-Vertreter bezüglich der Ernte 2013 optimistisch und erwarten gute Aussichten, wie der österreichische Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodowski und die Präsidenten aus dem Burgenland, Niederösterreich und Wien bei einer Pressekonferenz in Parndorf bekannt gaben.
Dennoch stellen die Überschwemmungen und die heuer vergleichsweise frühen Hagelgewitter – zum Beispiel im Mittelburgenland – die Landwirte vor große Herausforderungen. „Wir müssen froh sein, dass wir vom Hochwasser verschont geblieben sind. Es ist zu hoffen, dass es so bleibt“, sagt Burgenlands Kammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger.
 
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68 Millionen für Hochwasserschutz
 
Laut Hautzinger erwartet man heuer eine bis zu 13 Prozent höhere Ernte als im Vorjahr. Zu den Wetterkapriolen meinte Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld: „Bei uns hat es nicht so intensive Niederschläge gegeben. Die Hochwasserschutz-Maßnahmen sind nicht einmal angesprungen. Wir beobachten das ja permanent.“ Dennoch betont er, dass das Burgenland sich stetig rüste: „In den letzten fünf Jahren haben wir 600 Maßnahmen – vom Kleinst- bis zum Großprojekt – gesetzt. 68 Millionen Euro an Gesamtinvesitionssumme wurden verbaut.“
Neben den klassischen Hochwasserschäden bedeutet das viele Wasser für die Landwirtschaft auch einen Nährboden für Schädlinge. Deshalb fordern die Landwirtschaftskammerpräsidenten auch einen umfassenden Pflanzenschutz.

Zahlen und Fakten
  • Im Burgenland sorgte der lange und schneereiche Winter für einen verspäteten Vegetationsstart und – zum Beispiel im Seewinkel – für ungefähr 2.000 Hektar überschwemmte Flächen.
  • Witterungsbedingt hat sich auch der Anbau von frühen Sommergetreide-Arten, wie Sommerhartweizen und Sommergerste, hin zu Mais und Soja verschoben.
  • Insgesamt bringt das Burgenland zehn Prozent der österreichischen Getreideernte auf.