Erstellt am 20. Dezember 2012, 10:45

Ernteeinbruch nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Inklusive 2,35 Mio. Tonnen Körnermais sind in Österreich bei konstanter Anbaufläche heuer lediglich 4,84 Mio. Tonnen Getreide geerntet worden.

Das sind um 15 Prozent weniger als im starken Erntejahr 2011, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Die Agrarmarkt Austria (AMA) hatte 2,3 Mio. Tonnen Getreide und 2,3 Mio. Tonnen Körnermais prognostiziert.

Im Vergleich zum langjährigen Mittel war laut Statistik Austria heuer nur ein Minus von 2 Prozent zu verzeichnen - teilweise sind die Einbrüche aber beträchtlich. Die AMA sprach im August von der miesesten Getreideernte seit 40 Jahren, lag mit der Schätzung aber etwas unter dem nun offiziell erhobenen Wert.

Trockenheit im Frühjahr, Spätfrost Mitte Mai, heftige Sommerunwetter mit Stürmen, Starkregen und Hagel verursachten laut der Behörde gebietsweise hohe Ausfälle.

Vom Brotgetreide Weizen, Roggen, Wintermenggetreide wurden 1,49 Mio. Tonnen eingebracht - ein Minus von einem Viertel gegenüber 2011 und von 12 Prozent gegenüber dem langjährigen Schnitt.

Weizen gab es 1,28 Mio. Tonnen (minus 28 Prozent zu 2011), Roggen 204.700 Tonnen (plus 1 Prozent). Vom Futtergetreide inklusive Körnermais wurden 3,3 Mio. Tonnen geerntet (minus 9 Prozent; 2 Prozent über Zehnjahresmittel).

Beträchtlich fiel das Minus von 23 Prozent gegenüber 2011 bei der Gerste aus, von der 662.500 Tonnen eingebracht wurden - auch im langjährigen Mittel entsprach diese Menge einem Minus von einem Viertel.

Beim Körnermais hingegen gab es gegenüber 2011 weniger und im langjährigen Schnitt mehr von den Feldern zu holen. 2,35 Mio. Tonnen entsprachen zum Vorjahr einem Minus von 4 Prozent, und im Langzeitschnitt einem Plus von 15 Prozent - wofür laut Statistik Austria allerdings ein Flächenzuwachs über die vergangenen Jahre verantwortlich war.

Den stärksten relativen Anstieg gab es beim Mohn mit mehr als zwei Drittel auf 1.100 Tonnen.

Gleich um 60 Prozent brach die Körnererbsenernte ein - nur 14.600 Tonnen wurden eingebracht. Teilweise flächenbedingt entspricht das dem schwächsten Ernteergebnis der vergangenen zehn Jahre.