Erstellt am 29. Februar 2012, 09:48

Erste Bank fuhr 718,9 Mio. Euro Jahresverlust ein. Die Erste Group hat mit einem hohen Verlust das Jahr 2011 beendet. Im vierten Quartal ist sie aber in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Weil im 3. Quartal riesige Abschreibungen auf Ostbanken, Staatspapiere und Credit Default Swaps angefallen waren, hatte es damals 1,5 Mrd. Euro Verlust gesetzt. Im Schlussquartal gab es aber wieder einen Gewinn von 254,1 Mio. Euro. Das teilte die Bank am Mittwoch mit.

Somit schloss das Jahr 2011 mit einem Nettoverlust von 718,9 Mio. Euro. Im Jahr davor hatte es einen Gewinn von 878,7 Mio. Euro gegeben. Eine Dividende für die Aktionäre gibt es für 2011 nicht.

Erste-Chef Andreas Treichl teilte mit, dass auch die Erfüllung der strengen Kapitalvorgaben der europäischen Aufsicht EBA in Sicht ist. Es müssen bis Juni mindestens 9 Prozent hartes Kernkapital erreicht sein. Ende 2011 lag die Erste bei 8,9 Prozent. Die Kapitallücke sei per Jahresende schon von 743 auf 166 Mio. Euro verringert worden.

Schon im Herbst hat die Erste den ganzen noch bestehenden Firmenwert der Ungarn-Tochter in Höhe von 312,7 Mio. Euro abgeschrieben. Bei der rumänischen Tochterbank BCR samt dortiger Töchter sah sich die Erste zu einer außerordentlichen Abschreibung des Firmenwerts in Höhe 699,2 Mio. Euro gezwungen - ebenfalls im 3. Quartal. Noch immer zweistellig war der Millionenverlust der Banktochter in der Ukraine, sie hat den Verlust in Jahresfrist aber um mehr als ein Drittel von 37,5 auf 23,1 Mio. Euro reduziert.

Deutlich höhere Gewinne wies die tschechische Tochter Ceska Sporitelna aus, die netto 456,3 (Vorjahr: 379) Mio. Euro lieferte. In der slowakischen Tochter Slovenska Sporitelna wuchs der Nettogewinn von 136,5 auf 173,2 Mio. Euro. In Kroatien werden 43,5 (36,7) Mio. Euro Nettoüberschuss ausgewiesen und in Serbien 3,5 (1) Mio. Euro.

Für die Erste Bank Österreich wird ein Gewinnanstieg um 6,5 Prozent auf 177,6 Millionen gemeldet. Die Ergebnissparte Haftungsverbund brachte es auf einen kleinen Gewinn von 6 Millionen, nach 5,5 Millionen Euro Verlust im Jahr davor.