Erstellt am 28. Februar 2013, 09:57

Erste Bank mit tiefrotem Schlussquartal 2012. Die Erste Group hat nach einem Verlustjahr 2011 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 wieder Gewinn geschrieben. Dieser beträgt 483,5 Millionen Euro.

Getrübt wird das Ergebnis jedoch durch ein tiefrotes Schlussquartal wegen teurer Abschreibungen vor allem in Rumänien. Das Frühjahr soll wieder bessere Zahlen bringen. Freuen dürfen sich die Aktionäre, sie bekommen eine Dividende von 40 Cent je Aktie.

Wie die Erste Group am Donnerstagfrüh mitteilte, gab es nach vorläufigen Daten für 2012 einen Nettogewinn von 483,5 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2011 hatte es einen Verlust von 718,9 Mio. Euro gegeben. Das Schlussquartal war neuerlich u.a. von Abschreibungen auf die defizitäre rumänische Tochter geprägt und endete mit einem Verlust von 113,8 Mio. Euro.

Die Banca Comerciala Romana (BCR) schlug in der Erste-Bilanz 2012 mit einer Wertberichtigung des Firmenwerts ("Goodwill") von 469,4 Mio. Euro zu Buche. Wie Erste-Chef Treichl am Donnerstagvormittag in einem Analystengespräch erklärte, durchläuft die BCR derzeit eine umfassende Umstrukturierung, um aus den roten Zahlen zu kommen.

Im Jahr 2012 wurde der Personalstand der BCR um rund 10 Prozent bzw. 950 Leute auf 8.289 beschnitten. Bis zum Jahresende 2013 soll die BCR-Mitarbeiterzahl auf rund 7.500 sinken, heißt es in der Erste-Präsentation am Donnerstag. Bis 2014 sollen noch einmal mehrere hundert Beschäftigte ihren Job.

Als größerer Einzelposten in der Erste-Bilanz belasteten wiederum die neuen Bankensteuern in Österreich, Ungarn und der Slowakei das Ergebnis mit 244 Mio. Euro (Vorjahr: 132 Mio. Euro).

Im Ausblick für das laufende Jahre nannte die Bank heute ein stabiles Betriebsergebnis als Ziel. In den letzten drei Quartalen 2013 sollte es operativ besser laufen als im ersten Jahresviertel. Die Risikovorsorgen für Kredite sollten in zweistelliger Prozenthöhe sinken.