Erstellt am 30. April 2012, 09:18

Erste gewinnt mit Anleihedeals 410 Mio. Euro. Mit dem Rückkauf eigener Hybridanleihen macht die Erste Group heuer im ersten Halbjahr mehr als 410 Mio. Euro Gewinne.

Im ersten Vierteljahr 2012 flossen daraus 250,6 Mio. Euro. Damit wurden hohe Abschreibungsverluste aus dem Kreditgeschäft in Ungarn und Rumänien abgefangen. Diese beiden Osttöchter bilanzierten im Auftaktquartal tief in den roten Zahlen.

Der Vorstand kündigte im Ausblick für 2012 an, dass im laufenden zweiten Quartal aus dem Rückkauf von Tier-1- und Tier-2-Anleihen nochmals ein solcher Einmalerlös von 160 Mio. Euro ansteht.

Wie die Bank Montagfrüh mitteilte, hat die Erste per Ende März die von der europäischen Aufsicht EBA für Ende Juni vorgegebene Kapitalquote von neun Prozent schon übertroffen. Die EBA-Eigenkapitalquote lag bei 9,7 Prozent. Ohne Einbeziehung des Quartalsgewinns waren es laut Konzernchef Treichl 9,1 Prozent. Die Bank werde "sämtliche Kapitalanforderungen - EBA und Basel III - problemlos, nachhaltig und termingerecht erfüllen", schrieb der Vorstand.

In Ungarn waren im ersten Quartal nochmals außerordentlich hohe Vorsorgen und Wertberichtigungen von 75,6 Mio. Euro nötig. In Rumänien waren 98,6 Mio. Euro zusätzlich für Kreditrisiken nötig.

Dennoch wies der Konzern am Montag für das erste Quartal einen Nettogewinn (Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten) von 346,5 Mio. Euro aus, um 7,8 Prozent mehr als im Jahr davor.

Die Erste Bank Österreich hob ihren Nettogewinn von 39 auf 50,5 Mio. Euro an. Treichl ist mit der Entwicklung in den Kernmärkten Österreich, Tschechien und der Slowakei sehr zufrieden, wie er den Aktionären schrieb. Im Gesamtjahr 2012 erwartet der Erste-Konzernchef ein "stabiles Betriebsergebnis".