Erstellt am 29. April 2013, 07:45

Erste Group mit 176 Millionen Euro Quartalsgewinn. Die börsenotierte Erste Group weist für das erste Quartal 2013 einen Nettogewinn von 176,2 Mio. Euro aus. Das ist nur halb so viel wie im Jahr davor.

Allerdings war im ersten Quartal 2012 ein deutlicher Sondergewinn aus dem Rückkauf von eigenen Hybridanleihen von 250 Mio. Euro verantwortlich dafür gewesen, dass der Gewinn damals 346 Mio. Euro erreichte. Im vierten Quartal 2012 hatte es sogar einen deutlichen Verlust von 113,8 Mio. Euro gegeben, weil u.a. umfangreiche Abschreibungen auf die Rumänientochter verbucht werden mussten.

Für Kreditrisiken musste die Bank im ersten Quartal heuer mit 402 Mio. Euro um 30,7 Prozent weniger zurücklegen als voriges Jahr. Weil der Zinsüberschuss wegen der schwachen Kreditnachfrage um 7,2 Prozent niedriger war und auch das Handelsergebnis um 17 Prozent gesunken ist, lag das Betriebsergebnis von Jänner bis März schwächer bei 835,4 (915,7 Mio. Euro).

Erste-Chef Andreas Treichl beließ am Montag den Ausblick für das Gesamtjahr 2013 - "stabiles Betriebsergebnis" konstant. Das Auftaktquartal sei, abgesehen von den Bankensteuern, von keinen außerordentlichen positiven oder negativen Effekten beeinflusst gewesen. Mit Blick auf das limitierte Wirtschaftswachstum und weiter fallender Zinsen sprach er für das Quartal von einem "soliden Ergebnis".

Die defizitären Töchter im Osten haben ihre Verluste deutlich abgebaut. Am deutlichsten die rumänische BCR, deren ausgewiesener Nettoverlust im Quartalsvergleich von 72 Millionen auf 3,6 Mio. Euro fiel. Von 82 Millionen auf 27,5 Mio. Euro gesunken ist im Quartal der Verlust in der Ungarn-Bank. Die praktisch schon verkaufte Tochter in der Ukraine machte 9,4 (8,2) Mio. Verlust, weil nochmals mehr Firmenkredite abgeschrieben wurden.