Erstellt am 31. Juli 2012, 07:58

Erste-Nettogewinn bis Juni dank Einmal-Effekten. Höhere Verluste in den Tochterbanken in Rumänien (140,5 Mio. Euro), Ungarn (72,7 Mio. Euro) und der Ukraine (17,8 Mio. Euro) haben die börsenotierte Erste Group im ersten Halbjahr belastet.

Die Halbjahresbilanz weist dennoch einen Nettogewinn von 453,6 Mio. Euro aus (Rückgang um 12,9 Prozent). Die Bank verdankt dies im wesentlichen Einmal-Effekten wie dem Rückkauf von Hybrid-Anleihen. So brachte dieser Rückkauf der Bank 413,2 Mio. Euro für die Ergebnisrechnung, zudem gab es Verkaufsgewinne von Immobilien (42,7 Mio. Euro). In Rumänien musste allerdings die Tochter BCR noch weiter abgeschrieben werden (210 Mio. Euro). Auch die neue Bankensteuern schlugen zu Buche. Das Betriebsergebnis lag bei 1,75 Mrd. Euro, ein Rückgang um 11,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.

Im Ausblick hielt der Vorstand fest, dass im Gesamtjahr mit einem leicht unter Vorjahr liegenden Betriebsergebnis zu rechnen ist. Die Risikokosten sollten auf etwa zwei Mrd. Euro zurückgehen, obwohl in Rumänien der Kreditvorsorgebedarf 2012 seinen Höhepunkt erreichen dürfte. 2013 soll die rumänische Tochter BCR wieder in schwarze Zahlen zurück kommen.

Die von der europäischen Aufsicht vorgegebene Quote von hartem Kernkapital (Pflicht waren 9 Prozent bis Ende Juni) hat die Erste mit 9,9 Prozent übererfüllt, wie weiter berichtet wurde. Unter Anrechnung des unterjährigen Gewinns ergäben sich 10,4 Prozent.