Erstellt am 10. Oktober 2011, 09:25

Erste schreibt heuer bis zu 800 Mio. Euro Verlust. Die Erste Group wird nach Sonderabschreibungen wegen der Staatsschuldenkrise heuer einen massiven Verlust von bis zu 800 Mio. Euro schreiben.

Für die Aktionäre gibt es keine Dividende für 2011, wohl aber für das staatliche Partizipationskapital. Eine geplante vorzeitige Tilgung des staatlichen Kapitals (1,2 Mrd. Euro) wurde um mindestens ein Jahr verschoben, so die Bank nach dem Aufsichtsrat.

Einmaleffekte wie Abschreibungen auf Staatsanleihen von Krisenstaaten, auf Bank-Beteiligungen in Osteuropa (Ungarn und Rumänien) sowie die Abwertung von strukturierten Papieren auf Marktwert bringen Einmalbelastungen, die in den ersten drei Quartalen 2011 einen Verlust von 920 bis 970 Mio. Euro bescheren. Bisher war von einem Gewinn von 700 Mio. Euro ausgegangen worden. Für das gesamte Jahr 2011 erwartet Vorstandschef Andreas Treichl nun einen Verlust von 700 bis 800 Mio. Euro - statt eines Nettogewinns von 850 bis 950 Mio. Euro. Die Erste spricht davon, damit die Bilanz "auszuputzen", das Kapital bleibe weiter auf dem früheren Niveau (9,2 Prozent).

Die Aktien der Erste Group gerieten im Frühhandel an der Wiener Börse gehörig unter Abgabedruck. Sie rutschten gegen 9.10 Uhr um 9,30 Prozent auf 18,775 Euro ab.