Erstellt am 24. Juni 2013, 11:01

Erste zahlt 1,2 Mrd. Euro Staatshilfen zurück. Die Erste Group plant heuer im dritten Quartal das ausstehende Partizipationskapital in Höhe von 1,76 Mrd. Euro zurückzuzahlen. Darin enthalten sind 1,205 Mrd. Euro Staatshilfen und 559 Mio. Euro von privaten Investoren, gab die Bank Montagfrüh ad hoc bekannt. Um die Rückzahlung zu stemmen, plant das Institut im dritten Quartal eine Kapitalerhöhung im Volumen von 660 Mio. Euro.

Für 2013 rechnet die Erste Group nun mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses von bis zu 5 Prozent. Zuvor wurde noch von einer stabilen Entwicklung ausgegangen, so ein Sprecher zur APA.

Als Grund für die Rückzahlung des PS-Kapitals nennt die Bank einen Anstieg der Kosten ab 2014. Durch den Wegfall der jährlichen Dividendenzahlungen auf das Partizipationskapital ab 2014 werde die Fähigkeit der Erste Group, Kapital zu bilden und die Kapitalquoten zu verbessern, gestärkt, heißt es in der Pflichtmitteilung. Der Bruttoeinsparungsbetrag betrage 149 Mio. Euro nach Steuern im Jahr 2014 und 158 Mio. Euro nach Steuern im Jahr 2015.

Die Erste Group geht davon aus, dass auch die nach den geplanten neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) definierte harte Kernkapitalquote von 10 Prozent bis Dezember 2014 erreicht wird. Unter Einbeziehung der geplanten Kapitalerhöhung - und ohne PS-Kapital und Gewinnrücklagen für das erste Quartal 2013 - würde das harte Kernkapital zum 31. März bei 10,2 Prozent liegen, statt der ausgewiesenen 9,6 Prozent, rechnet die Bank vor.

Auf den Aktienkurs der Erste Group hat sich die Ankündigung belastend ausgewirkt. An der Wiener Börse verlor das Papier in einem allgemein schwächeren Umfeld in der ersten Handelsstunde bis zu 7 Prozent.