Erstellt am 16. Januar 2013, 12:01

EU-Autoabsatz auf niedrigstem Stand seit 1995. Die Schuldenkrise hat den Autoabsatz in Europa 2012 auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren einbrechen lassen.

Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in der Europäischen Union ging um 8,2 Prozent auf rund 12,05 Millionen zurück - und damit auf den tiefsten Stand seit 1995. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil erwarten Experten, dass die Talfahrt in diesem Jahr weitergeht.

Zum Jahresende 2012 hatte sich die Lage noch einmal verschärft: Der Dezember markierte mit einem Minus von 16,3 Prozent nicht nur den mit Abstand schlechtesten Monat im vergangenen Jahr. Seit 2008 hatte es außerdem in keinem Dezember so einen deutlichen Rückgang der Zulassungszahlen gegeben.

Für Österreich wurde ein Rückgang der Neuzulassungen im Dezember um 21,1 Prozent auf 18.421 (23.358) im Vergleich zum Vorjahresmonat verbucht. Im Jahresschnitt 2012 bedeutet das ein Minus von 5,7 Prozent auf 336.010 (356.145).

Besonders schlimm erwischte es im gesamten vergangenen Jahr die Automärkte in Südeuropa. Im drittgrößten europäischen Automarkt Italien brachen die Neuzulassungen 2012 um fast 20 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge ein. In Spanien lag das Minus bei 13,4 Prozent, in Portugal bei fast 38 Prozent. Den prozentual größten Rückgang verzeichnete 2012 Griechenland mit 40 Prozent.

Dagegen war der deutsche Markt, der mit Abstand größte in Europa, mit einem Rückgang von knapp 3 Prozent auf rund 3,08 Millionen Neuzulassungen noch vergleichsweise stabil. Der zweitgrößte EU-Automarkt Frankreich jedoch musste 2012 ein Minus von fast 14 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fahrzeuge verkraften.