Erstellt am 10. Oktober 2011, 16:14

EU-Gipfel erst am 23. Oktober - Paket gegen Krise. Der für Montag und Dienstag nächster Woche angesetzte Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU und der Eurozone wird auf den 23. Oktober verschoben. EU-Ratspräsident Van Rompuy teilte mit, er habe "nach einer Reihe von Konsultationen" beschlossen, den Gipfel eine Woche später einzuberufen.

Der für Montag und Dienstag nächster Woche angesetzte Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU und der Eurozone wird auf den 23. Oktober verschoben. EU-Ratspräsident Van Rompuy teilte mit, er habe "nach einer Reihe von Konsultationen" beschlossen, den Gipfel eine Woche später einzuberufen.

"Dieser Zeitplan wird es erlauben, unsere umfassende Strategie zur Euro-Schuldenkrise zu finalisieren, einschließlich einer Reihe damit verbundener Fragen", erklärte Van Rompuy. "Weitere Elemente sind erforderlich, um die Lage in Griechenland, die Banken-Rekapitalisierung und die verbesserte Effizienz von Stabilisierungsinstrumenten (EFSF) anzusprechen", betonte der EU-Ratspräsident. Diese Elemente stünden eng im Zusammenhang mit der Mission der EU-Troika in Griechenland und mit den EU-Kommissionsplänen für einen Rahmen zur Banken-Rekapitalisierung.

So verwies Van Rompuy darauf, dass sich die Ratifizierung des erweiterten Euro-Rettungsschirms (EFSF) dem Abschluss nähere. "Die Konsultationen über die Steuerung der Eurozone sind gut voran gekommen." Er habe die polnische EU-Ratspräsidentschaft und Euro-Vorsitzenden Jean-Claude Juncker ersucht, ein Sondertreffen der Finanzminister der Eurozone und der EU vor dem Gipfel einzuberufen.

Skeptisch bis zurückhaltend zur Verschiebung des EU-Gipfels zeigten sich daraufhin die Delegationsleiter von ÖVP und SPÖ im Europa-Parlament, Othmar Karas und Jörg Leichtfried. Karas erklärte auf Anfrage der APA, es sollte eher etwas verschoben werden, bevor kein Ergebnis zu erwarten sei. Leichtfried sieht die kurzfristige Vertagung als "nicht wirklich vernünftig an".