Erstellt am 07. November 2012, 13:41

EU mit düsterer Herbstprognose für Wirtschaft. Die EU-Kommission hat in ihrer Herbstprognose die düsteren Wirtschaftsprognosen für das laufende Jahr bestätigt.

Die Rezession wird sich demnach sogar leicht verschlechtern. Statt einer Schrumpfung des BIP der Eurozone von 0,3 Prozent wird nun ein Rückgang für 2012 von minus 0,4 Prozent vorausgesagt. In der EU-27 wird statt einem Nullwachstum nun ein Rückgang von 0,3 Prozent vorhergesagt.

Gleichzeitig rechnet die EU-Kommission für 2013 mit einer leichten Erholung. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone soll dann 0,1 Prozent betragen, in der EU-27 lautet die Prognose für das nächste Jahr plus 0,4 Prozent. Für 2014 sollte ein "kräftigeres und gleichmäßigeres Wachstum" möglich sein, wobei die Herbstprognose von 1,6 Prozent Plus der Wirtschaftsleistung in der EU und von 1,4 Prozent Plus in der Währungsunion ausgeht.

Das Haushaltsdefizit der Eurozone wird für heuer mit -3,3 Prozent erwartet. Für die EU-27 wird ein Wert von -3,6 Prozent vorausgesagt. 2012 weist demnach Irland mit -8,4 Prozent das höchste Minus beim Haushalt auf, gefolgt von Spanien (-8,0) und Griechenland (-6,8). Die Aussichten für die Griechen sind generell desaströs. Für das laufende Jahr geht man von einem BIP-Einbruch von 6,0 Prozent aus. Das stärkste Wachstum wird für Lettland mit 4,3 Prozent vorausgesagt.

Für Österreich wird nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Brüsseler Behörde das BIP mit 0,8 Prozent gleich hoch bleiben. Für 2013 wird für die Alpenrepublik dann ein leichter Anstieg auf plus 0,9 Prozent vorausgesagt. Österreichs Inflationsrate soll heuer 2,4 Prozent ausmachen und 2013 auf 1,8 Prozent sinken. Das Budgetdefizit der Alpenrepublik dürfte 2012 -3,2 Prozent betragen, 2013 sind -2,7 Prozent prognostiziert. Österreich bleibt zudem sowohl im laufenden Jahr als auch 2013 das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Für 2012 werden 4,5 Prozent Arbeitslosenquote erwartet, 2013 eine Steigerung auf 4,7 Prozent.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn erklärte, Europa durchlaufe eine schwierige Phase. Die Wachstumsaussichten für Europa würden sich Anfang 2013 "allmählich aufhellen".