Erstellt am 06. Juli 2011, 12:35

EU verfolgt Kartell von Stromkabel-Herstellern. Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen zwölf Hersteller von Stromkabeln eröffnet. Die Wettbewerbsaufsicht habe den Verdacht, dass die Firmen sich über Produkte und Dienstleistungen bei der Produktion von Erd- und Unterwasserkabeln abgesprochen hätten, erklärte die Kommission am Mittwoch.

Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen zwölf Hersteller von Stromkabeln eröffnet. Die Wettbewerbsaufsicht habe den Verdacht, dass die Firmen sich über Produkte und Dienstleistungen bei der Produktion von Erd- und Unterwasserkabeln abgesprochen hätten, erklärte die Kommission am Mittwoch. Märkte und Kunden seien aufgeteilt sowie Preise abgestimmt worden.

Die Behörde nannte wie üblich die Namen der betroffenen Firmen nicht, es sickerte jedoch durch, dass es sich bei einem der betroffenen Unternehmen um den Schweizer Konzern ABB handelt. ABB bestätigte dies bereits und gab an, mit der EU-Behörde zu kooperieren.

Auch die Kabelhersteller Nexans aus Frankreich, NKT aus Dänemark und Prysmian aus Italien erklärten, Beschwerdeschreiben der Kommission erhalten zu haben. Im Jänner 2009 hatte es Razzien der Kartellbehörde bei mehreren Unternehmen gegeben.

Die Kommission erklärte, ihre Mitteilung bedeute noch keine Entscheidung in dem Verfahren. Sollte sich der Kartellverdacht bestätigen, kann die Behörde eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent des einschlägigen Umsatzes verhängen.