Erstellt am 21. Juni 2011, 12:59

EU will Verbraucher zum Stromsparen zwingen. Die EU-Kommission will Verbraucher zum Stromsparen zwingen und energiefressende Geräte vom Markt verbannen. Eine entsprechende Verordnung zur Energieeffizienz legt EU-Energiekommissar Oettinger am morgigen Mittwoch in Brüssel vor. Danach sollen Hersteller sparsamere Geräte - etwa Wäschetrockner oder Klimaanlagen - auf den Markt bringen.

Die EU-Kommission will Verbraucher zum Stromsparen zwingen und energiefressende Geräte vom Markt verbannen. Eine entsprechende Verordnung zur Energieeffizienz legt EU-Energiekommissar Oettinger am morgigen Mittwoch in Brüssel vor. Danach sollen Hersteller sparsamere Geräte - etwa Wäschetrockner oder Klimaanlagen - auf den Markt bringen.

Bis zum Jahr 2013 sollen Geräte um knapp ein Drittel effizienter werden. Dem Vorschlag müssen der EU-Ministerrat und das Europaparlament zustimmen. Auf EU-Ebene legt die Ökodesign-Richtlinie bisher Obergrenzen für den Energieverbrauch von Produkten wie Kühlschränken und Waschmaschinen fest. Produkte, die diese Grenze übersteigen, werden faktisch verboten. Auf diese Weise hat die EU bereits die klassische Glühbirne aus dem Verkehr gezogen.

Zugleich will der Kommissar mit dem neuen Vorschlag die Stromkonzerne dazu bringen, dass ihre Kunden weniger Strom und Gas verbrauchen. Zu diesem Zwecke sollen sie den Verbrauchern häufiger Rechnungen ausstellen - zum Beispiel monatlich - damit diese einen besseren Überblick über die Kosten haben und weniger das Licht brennen lassen oder die Heizung häufiger herunterdrehen. Energieversorger sollen auf diese Weise den Verbrauch ihrer Kunden jedes Jahr um 1,5 Prozent senken, heißt es im Entwurf für die Richtlinie.

Während Umweltschützer die Vorschläge zur Fixierung fester Einsparziele begrüßen, stoßen sie bei der Industrie auf Widerstand.