Erstellt am 03. Mai 2013, 11:18

EU-Wirtschaft erholt sich nur langsam. Die europäische Wirtschaft wird sich im ersten Halbjahr 2013 stabilisieren. Das erklärte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Freitag bei der Präsentation der Frühjahrsprognose.

Das Wirtschaftswachstum werde aber nach negativer Entwicklung 2012 (-0,3 Prozent in der EU-27) und 2013 (-0,1 Prozent) erst in der zweiten Hälfte 2014 wieder nach oben gehen (plus 1,4 Prozent).

Rehn sagte, angesichts der langwierigen Rezession "müssen wir alles tun, um die Krise der Arbeitslosigkeit in Europa zu überwinden. Die EU-Politik ist eine Mischung aus nachhaltigem Wachstum und dem Schaffen von Jobs. Die fiskale Konsolidierung setzt sich fort, aber die Geschwindigkeit nimmt ab. Parallel dazu müssen die Strukturreformen intensiviert werden, um Wachstum in Europa freischalten zu können", so der Kommissar.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird von -0,6 Prozent 2012 auch im laufenden Jahr schrumpfen, allerdings mit -0,4 Prozent nicht mehr so stark. Österreichs BIP bleibt zwar im positiven Wachstumsbereich, doch gibt es eine Verlangsamung von +0,8 Prozent 2012 auf +0,6 Prozent im heurigen Jahr.

Beim Budgetdefizit ist die Entwicklung eine positive. Die Reformen führen zu einem Rückgang des Haushaltsabgang in der EU-27 von -4,0 Prozent des BIP 2012 auf -3,4 Prozent 2013, für 2014 wird eine weitere leichte Verbesserung auf -3,2 Prozent prognostiziert. In der Eurozone soll das Defizit von -3,7 Prozent 2012 auf -2,9 Prozent 2013 und weiter auf -2,8 Prozent 2014 sinken. Österreichs Haushalt liegt bereits seit 2011 mit -2,5 Prozent klar unter der Maastricht-Grenze von drei Prozent. 2012 bleibt diese Marke erhalten, für das laufende Jahr sagt die Frühjahrsprognose der EU-Kommission ein Absinken auf -2,2 Prozent und für 2014 auf -1,8 Prozent voraus.