Erstellt am 29. Dezember 2011, 09:40

Euro fällt zum Yen auf Zehn-Jahres-Tief. Verkäufe japanischer Exporteure und Privatanleger haben den Euro am Donnerstag zum Yen auf den tiefsten Stand seit Juni 2001 gedrückt.

Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich um bis zu 0,4 Prozent auf 100,37 Yen. Börsianern zufolge verstärkten Verkäufe zur Verlustbegrenzung und die feiertagsbedingt dünnen Umsätze den Abschwung.

Weitere Rückschläge seien angesichts der immer noch ungelösten Schuldenkrise nicht ausgeschlossen. "Niemand kann am Horizont irgendetwas erkennen, dass ansatzweise positiv für den Euro sein könnte", sagte Devisenstratege Rob Ryan von der BNP Paribas.

Zur US-Valuta stabilisierte sich der Euro dagegen und kostete mit 1,2938 Dollar ungefähr so viel wie zum New Yorker Vortagesschluss. Am Vortag war die Gemeinschaftswährung um mehr als einen US-Cent unter die Marke von 1,30 Dollar abgerutscht. Grund war unter anderem die Enttäuschung vieler Anleger, dass der Interbankenmarkt trotz einer Liquiditätsspritze der EZB von einer knappen halben Billion Euro bisher nicht in Gang kommt.