Erstellt am 21. Juni 2012, 03:25

Euro-Finanzminister beraten über Hilfe für Spanien. Die Finanzminister der Euro-Länder werden bei ihrem Treffen am Donnerstag in Luxemburg über die Krisenherde Spanien und Griechenland beraten.

Im Mittelpunkt steht Spanien, dem die Ressortchefs bereits Mitte des Monats 100 Milliarden Euro zur Stabilisierung des Bankensystems zugesagt hatten. Offen ist bisher noch, welcher Betrag genau gebraucht wird.

Spanien wird womöglich im Lauf des Tages den schon angekündigten Antrag auf Milliardenhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF für seine Banken stellen. Die Regierung wartet dazu einen Bericht von Beratungsunternehmen zur Höhe der Kapitallücke ab. Zu klären ist, ob Spanien die Kredite aus dem provisorischen Rettungsfonds EFSF oder dem im Juli startenden Nachfolgefonds ESM beziehen soll. Viele Euro-Länder bevorzugen nach Angaben von EU-Diplomaten den ESM.

Neben Spanien steht die Lage in Griechenland im Mittelpunkt der um 16.00 Uhr beginnenden Sitzung. Die gerade erst vereidigte neue Regierung unter Führung der konservativen Partei Neue Demokratie will über die harten Spar- und Reformauflagen der internationalen Geldgeber Griechenlands nachverhandeln. Unter den Euro-Ländern ist umstritten, ob und wenn ja wie stark das Anpassungsprogramm für Griechenland gelockert werden kann. Mit Entscheidungen dazu wird vorerst nicht gerechnet, da nach dem Regierungswechsel Experten der "Troika" einen Kassensturz machen müssen.