Erstellt am 20. Juni 2011, 08:01

Euro-Zone: Freiwillige private Beteiligung an Griechen-Hilfe. Die Euro-Finanzminister haben sich grundsätzlich darauf verständigt, private Gläubiger wie Banken bei einer neuen Rettung Griechenlands einzubeziehen.

Das müsse auf freiwilliger Basis geschehen, sagte der Vorsitzende der Minister, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, in der Nacht auf Montag in Luxemburg nach Krisenberatungen. Endgültige Entscheidungen für ein zweites Hilfspaket sollten Anfang Juli fallen.

Griechenland kann aber erst nach einem Beschluss weiterer Sparmaßnahmen mit der Auszahlung der nächsten Tranche aus dem Kreditprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) rechnen. Das Geld könne bis Mitte Juli fließen, wenn die Verhandlungen der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und (IWF) mit Griechenland abgeschlossen seien und die entsprechenden Gesetze durch das griechische Parlament seien, hieß es in einer Erklärung der Eurogruppe.

Die Beteiligung von privaten Gläubigern an einem neuen Rettungspaket war bisher in der Eurozone sehr umstritten. Deutschland war mit weitreichenden Vorstellungen auf den Widerstand der Europäischen Zentralbank gestoßen. Jetzt bewegt sich die Eurozone auf eine Kompromisslösung zu. An den Beratungen nahm auch Maria Fekter (V) teil.