Erstellt am 09. August 2011, 13:19

Europas Börsen wieder unter Druck. Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel erneut Kurseinbrüche hinnehmen müssen. Nach einem sehr kurzfristigen Erholungsversuch mit positiven Vorzeichen im Eröffnungshandel rutschten die Indizes wieder rasch ins Minus und beschleunigten damit ihre anhaltende Talfahrt. Der Wiener ATX fiel erstmals seit Juli 2009 unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel erneut Kurseinbrüche hinnehmen müssen. Nach einem sehr kurzfristigen Erholungsversuch mit positiven Vorzeichen im Eröffnungshandel rutschten die Indizes wieder rasch ins Minus und beschleunigten damit ihre anhaltende Talfahrt. Der Wiener ATX fiel erstmals seit Juli 2009 unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten.

Der DAX in Frankfurt fiel nach einem frühen leichten Plus im Lauf des Vormittags zwischenzeitlich um über sieben Prozent und stand gegen Mittag noch 5,3 Prozent im Minus bei 5613 Punkten. Ein ähnliches Bild zeigte sich am Handelsplatz in London: Nach einem Start mit 0,55 Prozent im Minus berappelte sich der FTSE-100-Index und drehte leicht ins Plus, danach verlor er bis Mittag rund 2,5 Prozent. Die Börse in Madrid startete kurzzeitig mit einem Plus von 1,1 Prozent, dann verlor der Leitindex Ibex-35 aber bis Mittag 2,8 Prozent. In Paris und Mailand gab es ähnliche Entwicklungen.

Vom neuerlichen Ausverkauf an den europäischen Börsen wurde auch der Wiener Leitindex hart getroffen. Gegen 11.15 lag das Börsenbarometer bei 1.986,70 Punkten und damit erstmals seit mehr als zwei Jahren unter 2.000 Punkten, das entspricht einem Minus von 6,64 Prozent. Bis 12.00 Uhr kam er jedoch bei hohem Volumen mit schwacher Tendenz auf 2.024,28 Punkte zurück, das ist ein Minus von 4,87 Prozent. Bereits den zehnten Tag in Folge notiert der ATX nun tief in der Verlustzone.

An den Märkten nehmen die Ängste vor einer erneuten US-Rezession sowie die Sorgen um die Schuldenkrisen kein Ende, die Nervosität und Risikoaversion der Investoren bleibt ungebrochen hoch. Besondere Aufmerksamkeit gilt nun auch dem bevorstehenden Offenmarktausschuss der US-Notenbank. Bei diesem könnten neue Anleihen-Ankaufprogramme zur Stützung der US-Konjunktur angekündigt werden.

Auch in Asien hat sich der Negativtrend am Dienstag fortgesetzt. Der Tokioter Nikkei-225 Index ging um 153,08 Punkte oder 1,68 Prozent auf 8.944,48 Zähler zurück. Der japanische Leitindex fiel damit erstmals seit Mitte März wieder unter die 9.000-Punkte-Marke. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 1.159,87 Zähler (minus 5,66 Prozent) auf 19.330,70 Einheiten nach. Zulegen konnte hingegen der Markt in Sydney. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 40,0 Zähler oder 0,99 Prozent auf 4.096,7 Einheiten. Ein leichtes Minus wies die chinesische Börse auf. Der Shanghai Composite gab um moderate 0,03 Prozent auf 2.526,07 Punkte nach.