Erstellt am 29. Juli 2011, 11:57

Euroraum-Jahresinflation im Juli leicht gesunken. Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli gegenüber dem Vergleichsmonat 2010 nach einer ersten Vorabschätzung auf 2,5 Prozent leicht gesunken. Im Juni-Jahresvergleich lag sie noch bei 2,7 Prozent, geht aus den am Freitag vorgelegten Zahlen von Eurostat hervor. Die endgültige Rate wird am 17. August veröffentlicht.

Im Jänner hatte die Preissteigerung im Euroraum lediglich 2,3 Prozent ausgemacht, im Februar war sie auf 2,4 Prozent gestiegen und im März auf 2,6 Prozent geklettert. Im April stieg sie dann auf 2,8 Prozent, seither geht sie zurück.

Die Sparquote der privaten Haushalte in der Eurozone blieb indes im ersten Quartal 2011 mit 13,3 Prozent gegenüber den vergangenen drei Monaten 2010 gleich. In der EU-27 ist die Sparquote dagegen von 11,2 auf nunmehr 11,6 Prozent gestiegen, geht aus den jüngsten Daten von Eurostat vom Freitag hervor.

Die Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die realen Konsumausgaben im gleichen Tempo abnahmen wie das real verfügbare Einkommen. Letzteres verringerte sich, da die Preise mit 1,0 Prozent mehr anstiegen als das nominale Einkommen mit nur 0,7 Prozent Zuwachs.

Das verfügbare Bruttoeinkommen in der Eurozone nahm um 0,3 Prozent ab. Im letzten Quartal 2010 hatte der Rückgang in diesem Bereich nur 0,1 Prozent betragen. Für die EU-27 liegen hier keine Zahlen vor.

Die Konsumausgaben gingen in der Eurozone um 0,3 Prozent zurück. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte es keine Änderung gegeben.

Der Anstieg des nominal verfügbaren Einkommens der Haushalte mit 0,7 Prozent ist hauptsächlich auf Löhne und Sozialabgaben zurückzuführen, die eine Steigerung von 0,6 Prozent aufwiesen. In absoluten Zahlen erhöhten sich die Arbeitnehmerentgelte von 1.131,7 Milliarden Euro auf nunmehr 1.114,1 Milliarden Euro in der Eurozone.