Erstellt am 23. Januar 2013, 16:28

Eurozone bleibt laut IWF in der Rezession. Die Eurozone bleibt nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch in diesem Jahr in der Rezession.

Die Wirtschaftsleistung werde 2013 um 0,2 Prozent schrumpfen, heißt es in dem am Mittwoch in Washington vorgelegten Weltwirtschaftsausblick der Organisation. Bisher hatte sie ein Wachstum von 0,2 vorausgesagt.

Grund für die Abwärtskorrektur sei vor allem die anhaltende Unsicherheit der Märkte, ob die politischen Maßnahmen gegen die Schuldenkrise ausreichten. Die Erholung verlaufe daher langsamer als erwartet.

Erst für 2014 erwartet der IWF eine Rückkehr der Euroländer in die schwarzen Zahlen - es wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,0 Prozent erwartet. Im Vorjahr habe der Rückgang 0,4 Prozent betragen. "Das Risiko einer verlängerten Stagnation in der gesamten Eurozone wird zunehmen, wenn die Reformanstrengungen nachlassen", warnt der Fonds. Das sei auch ein großes Risiko für die Weltwirtschaft. Die Institution bekräftigte ihre Forderung an Europas Gesetzgeber, den Bau finanzieller Schutzmauern und der Bankenunion voranzutreiben sowie sich stärker in der Haushaltspolitik abzustimmen.

Auch für Deutschland verringerte der IWF seine Prognose für dieses Jahr von 0,9 auf 0,6 Prozent. Im kommenden Jahr jedoch soll die Konjunktur in der Bundesrepublik mit einem Plus von 1,4 Prozent wieder schneller wachsen. Auch für die rezessionsgeplagten Länder Italien und Spanien sieht der IWF für 2014 eine Rückkehr ins Plus. Die positiven Erwartungen stünden aber unter dem Vorbehalt, dass die geplanten Maßnahmen gegen die Krise auch wirklich umgesetzt würden.

Weltweit rechnet die globale Krisenfeuerwehr nur noch mit einem Konjunkturplus von 3,5 Prozent in diesem Jahr. Der Wert wurde um 0,1 Prozentpunkte gesenkt. 2014 werde das Wachstum auf 4,1 Prozent zulegen. Das Bruttoinlandsprodukt könnte sogar noch stärker steigen, "wenn das Krisenrisiko sich nicht bestätigt und sich die finanziellen Kondition weiter verbessern", heißt es in dem Bericht. Dazu müssten vor allem die USA ihren innenpolitischen Streit um den Staatshaushalt mit einer sinnvollen Einigung beilegen und die aufstrebenden Länder sich von den Nachfrageschwankungen aus den Industrieländern lösen.