Erstellt am 31. Mai 2012, 09:59

EVN steigerte Nettoergebnis im ersten Halbjahr. Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12 - auch dank der kalten Witterung - den Umsatz im Periodenvergleich um 3,8 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis stieg um 2,9 Prozent auf 202,8 Mio. Euro.

Das EBITDA kletterte minimal um 0,5 Prozent auf 325,9 Mio. Euro, trotz um 4,6 Prozent gestiegener operativer Aufwendungen. Das Nettoergebnis stieg im Halbjahresvergleich um 13,6 Prozent auf 209,1 Mio. Euro an. Im ersten Halbjahr 2010/2011 war allerdings ein Minus von 11,7 Prozent auf 184,0 Mio. Euro verzeichnet worden. Für das aktuelle Geschäftsjahr geht die EVN von einem Nettoergebnis auf Vorjahresniveau aus, wie das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mitteilte.

Analysten hatten eine etwas stärker ausgeprägte Umsatz- und EBITDA-Steigerung von 8 Prozent bzw. 2,8 Prozent erwartet. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30. September 2011 um 5,5 Prozent auf 7,25 Mrd. Euro - die Wertansätze für die anteilig einbezogenen Unternehmen und sonstiger Beteiligungen wurden erhöht. Nach dem 1. Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahr hatte die Bilanzsumme 7,357 Mrd. Euro betragen. Das Ergebnis je Aktie wurde im Halbjahresvergleich um 11,5 Prozent von 1,04 Euro auf 1,16 Euro gesteigert.

Die Eigenkapitalquote sank im Periodenvergleich von 48,1 Prozent auf 46 Prozent bzw. von 3,54 Mrd. Euro auf 3,34 Mrd. Euro, während die Nettoverschuldung um 34,0 Prozent von 1,34 Mrd. Euro auf 1,78 Mrd. Euro anstieg. Durch höhere Ergebnisbeiträge der at Equity (anteilig) einbezogenen Unternehmen wie der RAG stieg das Finanzergebnis im Periodenvergleich um 48,6 Prozent auf 73,6 Mio. Euro.

Die Mitarbeiterzahl ging im Vorjahresvergleich um 6,0 Prozent zurück, in Österreich stieg sie allerdings um 0,7 Prozent. Insgesamt fanden im ersten Halbjahr 7.817 Menschen bei EVN Arbeit, davon 2.564 in Österreich.