Erstellt am 12. April 2013, 13:42

Experten fordern Aus für den 500-Euro-Schein. Im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerbetrug haben Finanzexperten die Abschaffung des 500-Euro-Scheins gefordert.

"Das würde die Steuerkriminalität bekämpfen", sagte der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel und appellierte an die EZB, die Banknote abzusetzen. Sie gelte als beliebtestes Zahlungsmittel, um Geschäfte schwarz abzuwickeln - etwa beim Hauskauf in Spanien.

Zudem werde jede dritte dieser Noten im Gesamtwert von 288 Milliarden Euro nach einer EZB-Studie gebunkert statt in den Wirtschaftskreislauf zu fließen. Beliebte Orte seien Safes oder Verstecke unter der eigenen Matratze.

Auch die Antikorruptionsorganisation Transparency International (TI) würde es begrüßen, wenn der 500-Euro-Schein komplett aus dem Verkehr gezogen würde. Der TI-Geschäftsführer in Deutschland, Christian Humborg, sagte dem Blatt: "Der Schein erleichtert Geldwäsche, Korruption und Steuerhinterziehung."