Erstellt am 07. Juni 2013, 12:32

Exporte im 1. Quartal leicht rückläufig. Die Wirtschaftsflaute in der Europäischen Union belastet weiterhin die heimischen Exporte.

Die österreichischen Ausfuhren in die EU verringerten sich im ersten Quartal (bis Ende März) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 Prozent auf 20,81 Mrd. Euro. Insgesamt gingen sie dank Exportplus in Nicht-EU-Länder nur um 0,7 Prozent auf 30,49 Mrd. Euro zurück.

Die Importe reduzierten sich um 5,0 Prozent auf 31,58 Mrd. Euro. Damit belief sich das Handelsdefizit auf 1,09 Mrd. Euro, nach 2,54 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor.

Die stärksten absoluten Export-Rückgänge wurden nach Italien (-9,1 Prozent) und Tschechien (-8,5 Prozent) verzeichnet. Auch nach Deutschland wurde um 2,6 Prozent weniger exportiert.

Die Exporte in Länder außerhalb der EU legten insgesamt um 4,1 Prozent auf 9,68 Mrd. Euro zu. Damit erhöhte sich der Anteil der Drittstaaten am österreichischen Außenhandel im Vergleich zur Vorjahresperiode von 30,3 Prozent auf 31,7 Prozent. Rund 40 Prozent der Exporte in Nicht-EU-Länder entfielen auf die USA (1,73 Mrd. Euro), die Schweiz (1,60 Mrd. Euro) und Russland (0,82 Mrd. Euro).

Die schwächelnde Wirtschaft in Österreich hat im ersten Quartal die Importe gebremst. Österreich bezog Waren aus der EU im Wert von 22,29 Mrd. Euro (-4,3 Prozent). Die größten absoluten Rückgänge wurden mit Deutschland (-6,0 Prozent), UK (-17,0 Prozent) und Italien (-4,4 Prozent) verzeichnet. Die Importe aus Ländern außerhalb der EU gingen um 6,7 Prozent auf 9,29 Mrd. Euro zurück.

Im März gingen die Ausfuhren von Waren um 4 Prozent auf 10,73 Mrd. Euro zurück und bei den Importen gab es einen Rückgang von 7,1 Prozent auf 11,12 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzdefizit betrug damit rund 0,39 Mrd. Euro.