Erstellt am 07. Februar 2012, 13:21

Exporte wuchsen im November nur mehr fünf Prozent. Die österreichischen Ausfuhren haben sich im vergangenen November - relativ gesehen - weiter abgeschwächt, sind aber noch immer um knapp 5 Prozent über dem November 2010 gelegen, berichtete die Statistik Austria am Dienstag.

In den ersten elf Monaten sind die Ausfuhren noch um 12,7 Prozent auf 112,8 Mrd. Euro gewachsen. Damit hat Österreich bereits nach elf Monaten den 2010 erzielten Jahreswert (108 Mrd. Euro) übertroffen und befindet sich in Griffweite des bisher besten Exportjahres (117,5 Mrd. Euro im Jahr 2008).

"Maßnahmen wie unsere Internationalisierungsoffensive und der stärkere Fokus auf Innovationen machen sich gerade in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nachhaltig bezahlt", erklärte Wirtschaftsminister Mitterlehner.

Gleichzeitig hat sich der rückläufige Trend im Exportwachstum aber fortgesetzt. In den ersten Monaten 2011 waren die Ausfuhren noch um 20 Prozent, bis Ende August kumuliert noch um 15 Prozent über 2010 gelegen. Für 2012 erwartet die Wirtschaftskammer gemäß ihren Schätzungen von Dezember nur mehr ein Exportwachstum von 3,5 Prozent.

Die österreichischen Importe sind im November um 10,7 Prozent, in den ersten elf Monaten um 16,1 Prozent gewachsen. Das Handelsbilanzdefizit hat sich 2011 (exklusive Dezember) von 3,7 auf 7,7 Mrd. Euro mehr als verdoppelt.

Mit einem Plus von 15,5 Prozent seien die Exporte in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union deutlich stärker als in die EU-Länder (11,5 Prozent) gestiegen, erklärte Mitterlehner. Die Importe aus den Drittstaaten haben bis Ende November 2011 deutlich stärker als die Ausfuhren um 21,2 Prozent auf 34,5 Mrd. Euro zugelegt.