Erstellt am 08. Oktober 2012, 13:57

Exporteinbruch bei heimischer Holzindustrie. Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs schlägt wegen eines derzeitigen "Exporteinbruchs" Alarm. ersten sieben Monaten 2012 um 11,7 Prozent ein.

Die Branche sei "international derzeit nicht mehr konkurrenzfähig und verliert dadurch laufend Marktanteile", sagte der Sägeindustrie-Vorsitzende, Christoph Kulterer, am Montag. Die heimische Sägeindustrie brach in den
Hauptgrund für das Minus sei die heimische Rundholzpreis-Entwicklung, die "völlig entkoppelt von internationalen Schnittholzmarktpreisen verläuft", so Kulterer. Kurz gesagt, der Schnittholzpreis pro Kubikmeter (Festmeter) - im Juli bei durchschnittlich 102,15 Euro ab Werk - steigt, der Schnittholzpreis (Juli-Schnitt 181,40 Euro) sinkt - was die Erlössituation naturgemäß verschlechtert.

Die Ursache dafür liegt vor allem an den in Österreich und Deutschland vorhandenen Überkapazitäten. In Mitteleuropa lägen die Produktionskapazitäten um bis zu ein Viertel zu hoch, schätzte der Holzindustrielle. Zudem seien die Rohstoffkosten in Österreich verglichen mit den größten Konkurrenten Deutschland, Schweden und Finnland "explodiert". Sollte aber die Nachfrage nach Schnittholz in den kommenden Monaten sinken, so würden auch die Preise folgen, so Kulterer. "Zwangsläufig" komme aber en Strukturwandel, der "die größte Herausforderung für die heimischen Familienbetriebe ist".

Zudem leidet der Hauptmarkt der Österreicher in Italien unter der dortigen Wirtschaftsflaute. Von Jänner bis inklusive Juli wurden um 17,3 Prozent weniger exportiert als in den ersten sieben Monaten 2011. Auch nach Japan seien die Exporte im Vorjahresvergleich um 7,8 Prozent gesunken, während Schweden bzw. Finnland ihre Holzausfuhren nach Nippon jeweils um fünf Prozent gesteigert hatten.