Erstellt am 09. August 2012, 11:05

EZB-Beobachter revidieren Prognose nach unten. Professionelle EZB-Beobachter haben ihre Konjunkturprognose für die Eurozone gesenkt. Laut der am Donnerstag veröffentlichten vierteljährlichen Umfrage der Notenbank zu ihrer Geldpolitik unter Analysten rechnen diese 2012 mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent.

In der vor drei Monaten veröffentlichten Umfrage hatten sie noch minus 0,2 Prozent veranschlagt. Zugleich blickten sie nun auch skeptischer auf das Jahr 2013: Dann soll sich ein Wachstum um 0,6 Prozent einstellen. Zuletzt hatten sie noch plus 1 Prozent veranschlagt. 2014 soll sich das Wachstum dann auf 1,4 Prozent beschleunigen.

Die Prognose für die Entwicklung der Inflation im laufenden Jahr behielten die Beobachter mit 2,3 Prozent bei. Damit würde der Preisdruck über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) veranschlagten Zielmarke von knapp zwei Prozent bleiben. Erst nächstes Jahr wird das Inflationsziel mit einer prognostizierten Teuerungsrate von 1,7 Prozent wieder unterschritten.