Erstellt am 12. März 2012, 11:32

Fahrschul-Unterricht als Schulfach?. Die Sozialistische Jugend Burgenland (SJ) will den theoretischen Fahrschulunterricht in die Schulen verlegen. Denn, der Führerschein sei als Allgemeinbildung anzusehen und Allgemeinbildung gehöre in die Schule, erklärte die Jugendorganisation in einer Aussendung.

Ob der Vorbereitungskurs von Fahrlehrern abgehalten werde oder Pädagogen eine Zusatzausbildung absolvieren, darauf wolle man sich noch nicht festlegen. Man strebe zunächst eine öffentliche Diskussion mit Experten an, so SJ-Landessekretär Martin Giefing.

Junge Menschen seien immer mehr auf einen Führerschein angewiesen. Nicht selten komme es vor, dass eine Bewerbung für einen Job spätestens daran scheitert, wenn es um die Frage nach Besitz eines Führerscheins geht, hieß es in der Pressemitteilung. Die Erlaubnis, einen Pkw zu lenken, sei inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden, so Landesvorsitzender Killian Brandstätter.

Wenn es nach der SJ geht, sollen die Führerscheinanwärter in Zukunft für den Theoriekurs nicht mehr in die Fahrschule fahren müssen. Denkbar wäre der Unterricht als Freifach oder Wahlpflichtfach, erläuterte Giefing. Aktuell würden viele Schüler Fehlstunden in Kauf nehmen müssen, die zehnte Unterrichtsstunde falle dem Theoriekurs zum Opfer, da mancherorts die Anreisezeit zur Fahrschule länger dauert.

Mit den Fahrschulen, die mit dieser Regelung vermutlich keine Freude hätten, habe man keine gezielten Gespräche geführt. Das sei "nicht unsere Aufgabe", sagte Giefing. Ein bestimmtes Jahr, bis wann die Idee auch umgesetzt sein soll, habe man nicht festgesetzt. Jetzt sollen Gespräche folgen, ein Pilotprojekt wäre laut Giefing "das Möglichste".