Erstellt am 22. November 2012, 16:51

Familienbetriebe tragen 50 Prozent des BIP. Die österreichischen Familienbetriebe tragen 50 Prozent zur heimischen Wirtschaftsleistung bei - der europäische Schnitt liegt etwas darunter bei 45 Prozent. Das geht aus einer Studie der Bank Gutmann und der Weissmann Gruppe hervor.

In Österreich machen die Familienunternehmen den Angaben zufolge 80 Prozent der Betriebe aus, in Europa insgesamt sind es 75 Prozent.

Die Unternehmen sind hauptsächlich auf dem Heimatmarkt, im deutschsprachigen Ausland und Europa aktiv. Ein Viertel der Familienbetriebe betreibt auch Geschäfte in Übersee. Die asiatischen Länder gelten als interessanter Absatzmarkt und nicht mehr so stark wie früher als billige Einkaufsquelle. Als Produktionsstandort verliert China beispielsweise zugunsten Vietnams.

Am stärksten repräsentiert ist der Produktionssektor (62 Prozent), gefolgt vom Handel (21 Prozent). Der Rest entfällt auf Dienstleistungen. "Die Bedeutung der Familienbetriebe wird vielfach unterschätzt - sie sind eine ganz wesentliche Stütze der Wirtschaft", so der geschäftsführende Gesellschafter der Weissmann Austria GmbH, Markus Weishaupt, in einer Aussendung. Dabei folgten die Firmen "ganz eigenen Gesetzen, die ihren Erfolg ausmachen".

Ein Drittel der Betriebe finanziert sich ausschließlich aus dem eigenen Cashflow, 63 Prozent greifen auch auf klassische Bankkredite zurück. 90 Prozent der Befragten ist Nachhaltigkeit wichtig. Bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit spielen ethische Überlegungen den Angaben zufolge eine große Rolle. Fast acht von zehn Betrieben sehen darin einen Wettbewerbsvorteil - in Österreich sind es sogar 83 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 80 Prozent, Südtirol mit 75 Prozent und der Schweiz mit 69 Prozent.

Für 87 Prozent der Befragten ist umweltgerechtes Wirtschaften "ein Credo, das in den Betrieben auch gelebt wird". 36 Prozent sehen darin eine Entwicklungschance für die Zukunft. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sehen in der ökologischen Ausrichtung einen Wettbewerbsvorteil, 22 Prozent nicht. In Österreich halten nur 43 Prozent die Umweltorientierung für einen Wettbewerbsvorteil.