Erstellt am 22. November 2012, 13:15

Familienunternehmen kämpfen mit Fachkräftemangel. 92 Prozent der heimischen Familienbetriebe sehen sich auch in den kommenden fünf Jahren auf Wachstumskurs, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt.

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Als größte Herausforderung gilt, die passenden Fachkräfte zu finden.

Zur Sorge um geeignete Stellenbewerber gesellt sich die Verunsicherung angesichts der Euro-Krise. Bei den Wachstumsaussichten sind die österreichischen Betriebe deutlich optimistischer als der Durchschnitt im deutschsprachigen Raum. In Deutschland erwarten nur 85 Prozent, mittelfristig ihre ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, in der Schweiz sind es dagegen nur 57 Prozent. Im abgelaufenen Jahr sind sieben von zehn der befragten Familienunternehmen in der DACH-Region gewachsen.

Während sich die Betriebe in Österreich und Deutschland um den Euro sorgen, machen den Schweizer Firmen die Wechselkursproblematik und der starke Franken zu schaffen. Letztere schätzen deshalb auch ihre Wachstumsaussichten wesentlich zurückhaltender ein als der Durchschnitt. Bei gut einem Viertel (26 Prozent) der Schweizer Familienbetriebe sind die Umsätze im vergangenen Jahr gesunken.

"Die Unsicherheit über den Euro ist jetzt das Thema schlechthin in den Unternehmen", so der Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC, Peter Bartels.

Die Frage der Nachfolgeregelung steht derzeit jedenfalls nicht mehr auf Platz eins der Herausforderungen. In Österreich und in Deutschland geht über die Hälfte der Unternehmen an die nächste Generation. Bei den Betrieben in der Schweiz ist ein Verkauf oder Börsengang mit einem Anteil von 19 Prozent mehr als doppelt so oft zu erwarten wie in Österreich oder Deutschland (8 bzw. 7 Prozent)

Generell wünschen sich die Familienunternehmen weniger Bürokratie, eine geringere Steuerbelastung und einen einfacheren Zugang zu Kapital, geht aus der Studie "Family Business Survey 2012" weiters hervor.