Erstellt am 13. Oktober 2011, 15:26

Fast jeder zweite Neuwagen ist ein Dienstwagen. 48 Prozent der heimischen Kfz-Neuzulassungen entfallen auf Unternehmen oder die Öffentliche Hand. Am stärksten trifft das in der Luxusklasse zu: Hier wurden 82 Prozent auf eine juristische Person zugelassen. In weiteren fünf von acht Klassen liegen sie auf Platz eins, das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).

48 Prozent der heimischen Kfz-Neuzulassungen entfallen auf Unternehmen oder die Öffentliche Hand. Am stärksten trifft das in der Luxusklasse zu: Hier wurden 82 Prozent auf eine juristische Person zugelassen. In weiteren fünf von acht Klassen liegen sie auf Platz eins, das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).

Auch Sportwagen (53 Prozent) und Autos der Oberklasse (67 Prozent) fallen darunter. "Diese Fahrzeuge haben meist einen hohen Spritverbrauch und belasten die Umwelt stärker mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen und klimaschädlichen Treibhausgasen", kritisierte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Sie spricht sich dafür aus, die Malus-Grenze für Firmenwagen von den bisherigen 160 auf 140 Gramm zu senken. Außerdem entgingen dem Staat rund 45 Mio. Euro Steuereinnahmen jährlich dadurch, dass "Fiskal-Lkw" von der Normverbrauchsabgabe (NoVa) befreit seien. "Fiskal-Lkw" sind jene Fahrzeuge, für die keine Umsatzsteuer zu zahlen ist, darunter fallen zum Beispiel Familienvans mit sieben Sitzen. Auch in dieser Klasse sind 56 Prozent der Neuwagen Firmenwagen.

Einzig die Klassen "Stadt- und Kleinwagen" sowie "SUV und Geländewagen" werden nicht an erster Stelle von Firmen gekauft. Kleinwagen sind bei Frauen besonders beliebt, 38 Prozent der Kunden sind weiblich (37 Prozent Firmenwagen, 25 Prozent Männer). SUVs dagegen erfreuen sich vor allem bei Männern großer Beliebtheit, der Männeranteil bei den Neukunden liegt bei 44 Prozent, Firmenwagen 41 Prozent. Für diese Klasse konnten sich weniger Frauen begeistern, nur knapp 15 Prozent der Käufer sind weiblich.