Erstellt am 24. Juni 2011, 15:00

Faymann mit Wirtschaftswachstum zufrieden. Bundeskanzler Faymann sieht die EU-Länder noch weit von ihrem Bestreben in Richtung einer gemeinsamen wirtschaftlichen Steuerung entfernt.

Bundeskanzler Faymann sieht die EU-Länder noch weit von ihrem Bestreben in Richtung einer gemeinsamen wirtschaftlichen Steuerung entfernt. Nach dem EU-Gipfel am Freitag in Brüssel sagte Faymann, es habe sich gezeigt, dass es nur drei bis vier Länder geschafft haben, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, "das zeigt schon, wie groß die Kluft zwischen den einzelnen Staaten ist".

Positiv sei dabei, dass "das Wirtschaftswachstum in Österreich rascher" eingetreten sei als noch vor drei Jahren prophezeit wurde. Wesentlich ist für Faymann dabei ein qualitatives Wachstum. Es gehe hier um die Balance zwischen sozialen Fragen und den Anforderungen des Wettbewerbs. Dabei werde Österreich sehr oft als Modell herangezogen. "Wenn ich einen Kurs mache, der einseitig für Kürzungen einsteht, würde ich die Balance verlieren".

Ziel sei die soziale Gerechtigkeit, Investitionen in Beschäftigungspolitik, Bildung, Forschung, Entwicklung und qualitatives Wirtschaftswachstum. Er sei für Österreich "sehr stolz, dass wir eine Struktur in der Wirtschaft vorfinden, die auch kleinteilige Strukturen begünstigt. Wir haben einen hohen Anteil an Klein- und Mittelbetrieben". Die Handelsbilanz sei in Ordnung.