Erstellt am 11. Februar 2012, 12:15

Faymann warnt vor Griechenland-Insolvenz. Bundeskanzler Faymann warnt angesichts der Lage in Griechenland vor dem Versuch einer "kontrollierten Insolvenz" des Landes.

Bundeskanzler Faymann warnt angesichts der Lage in Griechenland vor dem Versuch einer "kontrollierten Insolvenz" des Landes. "Ich bin dafür, dass man so lang wie möglich, so hart wie möglich verhandelt, damit wir die kontrollierte Insolvenz nicht ausprobieren müssen", sagte Faymann am Freitag in Wien.

Billiger würde die Situation dadurch nämlich nicht, "weil wir dann sofort die Banken kapitalisieren müssen", so der Bundeskanzler. "Alle Experten sagen, es gibt keine kontrollierte Insolvenz", betonte Faymann. Außerdem wisse niemand, ob es im Fall einer griechischen Staatspleite auch Portugal mitreißen würde.

Als mögliches Problem für eine Einigung nannte Faymann jene Länder, die sich bereits auf eine Mindestbeteiligung privater Gläubiger am Schuldenerlass für Griechenland festgelegt haben. Mittlerweile würden nämlich neben Banken auch viele Hedge-Fonds griechische Staatsschulden halten. "Mit denen kann man nicht verhandeln", da sie keinen Branchenverband hätten und gleichzeitig auf die griechische Staatspleite spekulieren würden, so Faymann.