Erstellt am 23. November 2011, 14:20

Fekter 14. im "FT"-Ranking der EU-Finanzminister. Inmitten der heftigen Euro-Turbulenzen hat die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" am Mittwoch ihr jährliches Ranking der europäischen Finanzminister veröffentlicht. Maria Fekter (V) behauptet sich demnach auf Platz 14 im unteren Mittelfeld. An der Spitze der Bewertung steht der schwedische Finanzminister Anders Borg.

Gemeinsam mit ihm rangieren Wolfgang Schäuble (Deutschland), Jacek Rostowski (Polen), Didier Reynders (Belgien) sowie Jean-Claude Juncker (Luxemburg) unter den Top-5 von 19 Rängen. Das Schlusslicht bildet der griechische Budgethüter Evangelos Venizelos. Frankreichs Finanzminister Francois Baroin schnitt auf Platz 15 - hinter Fekter - enttäuschend ab.

Der heurige Sieger Anders Borg brilliert in allen drei bewerteten Teilbereichen - politische Fähigkeiten, wirtschaftliche Performance und Glaubwürdigkeit auf den Finanzmärkten - auf dem Spitzenplatz. Sein griechischer Amtskollege hingegen muss am anderen Ende der Skala fast überall die schlechteste Bewertung hinnehmen. Lediglich in der politischen Bewertung steht Ungarns Finanzminister Gyorgy Matolcsy noch schlechter da und nimmt den 19 und damit letzten Platz ein.

Die österreichische Finanzministerin nehme gegenüber den verschuldeten Eurozonen-Ländern eine Hardliner-Position ein, heißt es in einem Kurzporträt. Die Schulden hätten sich heuer erhöht. Der Abbau des Budgetdefizits stehe auf ihrer Prioritätenliste. In der wirtschaftlichen Bewertung schneidet Fekter mit dem 7. von 19 Rängen ziemlich gut ab, bei der Glaubwürdigkeit ist sie mit Rang 9 ebenfalls relativ erfolgreich. In der politischen Einschätzung landet sie allerdings auf Platz 17.

In das wirtschaftliche Ranking fließen ökonomische Entwicklungen des jeweiligen Landes, wie Budgetdefizit, Steuerbelastung und Arbeitskosten ein. Im politischen Bereich werden beispielsweise die Führungs- und Teamqualitäten der Minister beurteilt.