Erstellt am 20. Mai 2011, 13:01

Felderer hält höhere Bankensteuer für "Wahnsinn". Der Chef des Instituts für Höhere Studien, Bernhard Felderer, spricht sich klar gegen die von der SPÖüberlegte Erhöhung der Bankensteuer aus. Dies sei "Wahnsinn", so der IHS-Chef. Gleichzeitig sprach er sich für weitere Privatisierungen aus.

Nach der Aufregung um den "Zu-blöd-zu-feig"-Sager von Erste-Chef Treichl warnte Felderer die Finanzwirtschaft davor, sich gegen schärfere Kapitalregeln zu sträuben. Die Kapitalisierung von Banken sieht er als wichtiges Instrument, um Krisen abzuschwächen. Die Bankbranche sei unter Druck, die neuen Eigenkapitalpolster relativ rasch zu erreichen. Die Institute seien aber schon dabei, sich dahingehend zu stärken, indem sie Gewinne einbehielten.

Der Wirtschaftsforscher rät der Regierung zu weiteren Privatisierungen. Es gebe zum Beispiel OMV-Anteil des Bundes, der sehr viel wert sei. Der Staat müsse nicht Eigentümer von Ölfirmen sein, findet Felderer. Die Post sei vielleicht noch nicht ganz so weit für weitere Schritte, aber auf jeden Fall weiter Kandidat. Auch in den Ländern gebe es genügend Kandidaten. Und eines Tages sähe er auch die ÖBB als Privatisierungskandidat, nicht aber die Schieneninfrastruktur. Die müsse in öffentlicher Hand bleiben.