Erstellt am 07. Juli 2011, 13:50

Ferienjobs werden nach Kollektivvertrag bezahlt. Schüler und Studenten, die im Sommer jobben, sollten sich über ihre Rechte genau informieren. Grundsätzlich gilt: Für Ferialarbeiter sind die gleichen Spielregeln anzuwenden wie für alle anderen Beschäftigten. "Ferienjobber müssen nach dem jeweiligen Kollektivvertrag angestellt werden", so die AK-Rechtsexpertin Jasmin Haindl.

Der Arbeitsvertrag kann zwar schriftlich oder mündlich abgeschlossen werden, dennoch sollte der Ferialarbeiter auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen. In diesem soll mit dem Arbeitgeber die Tätigkeit, Beginn und Ende der Beschäftigung, Arbeitszeit und Bezahlung vereinbart werden, rät die Arbeiterkammer (AK). Wurden nur mündliche Vereinbarungen getroffen, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Dienstzettel geben, der die wesentlichen Vertragsinhalte enthält. Den Dienstzettel sollte der Ferialjobber auf jeden Fall aufheben.

Ferialarbeiter müssen nach Kollektivvertrag (KV) bezahlt werden. Gibt es für eine Branche keinen KV, gilt das ortsübliche Entgelt. 700 bis 1.000 Euro müsse ein Ferialjob jedenfalls bringen, so Haindl. Durch die Anmeldung des Ferialjobbers bei der Gebietskrankenkasse, werden bereits erste Ansprüche für die Pension erworben.

Um im Streitfall gewappnet zu sein, sollten die Betroffenen genaue Aufzeichnungen über Tätigkeit, Beginn und Ende der Arbeitszeit führen und aufbewahren. Unrichtige Arbeitszeitaufzeichnungen sollten auf keinen Fall unterschrieben werden ebenso keine Verzichtserklärungen. Beachtet werden sollten auch die erlaubte Arbeitszeit und der am Ende des Jahres fällige Steuerausgleich.