Erstellt am 07. November 2012, 08:25

Finanzmärkte finden sich mit Obama-Sieg ab. Die Finanzmärkte richten sich auf eine neue Amtszeit von US-Präsident Barack Obama ein. US-Aktienfutures und den Dollar lagen Mittwochfrüh im Minus, die Kurse der amerikanischen Staatsanleihen zogen dagegen an.

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An der Wall Street galt der republikanische Herausforderer Mitt Romney als wirtschaftsfreundlicher.

"Das bedeutet, dass wir mehr davon bekommen werden, was wir bisher hatten: langsames Wachstum und mehr Regulierung - und das ist für die Wirtschaft nicht förderlich", sagte Bob Gelfond von MQS Asset Management in New York. Händlern zufolge hofft der Markt, dass der Wahlsieger das Problem der sogenannten "Fiskalklippe" rasch angehen werde. Sollten sich Demokraten und Republikaner im Haushaltsstreit nicht bald einigen, drohen zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in immensem Umfang, die die US-Wirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Doch manche Marktexperten sehen in Obamas Wiederwahl auch Vorteile. Anlagestratege Michael Jones von Riverfront Investment Group unterstrich, dass unter Obama Notenbank-Chef Ben Bernanke wohl im Amt bleiben und für eine weiterhin lockere Geldpolitik sorgen werde. Die Anleger seien gespalten. "Ich denke die Märkte werden sagen: Wir hatten noch nie so viel Angst vor der Fiskalklippe - und ist es nicht gut, dass wir für absehbarer Zeit Bernanke in der Fed haben", äußerte Jones. Romney hatte für den Fall eines Wahlsiegs angekündigt, Bernanke zu ersetzen.