Erstellt am 15. September 2011, 04:33

Finnland stellt Lösung zu Griechenland in Aussicht. Im Streit über Sicherheiten als Gegenleistung für Griechenland-Hilfen arbeitet die finnische Regierung nach eigenem Bekunden an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung.

"Sie könnte ziemlich innovativ ausfallen", sagte der finnische Ministerpräsident Katainen der "Süddeutschen Zeitung". Mehr könne er nicht sagen, um sie nicht zu gefährden.

"In einigen Tagen, höchstens in wenigen Wochen, müssen wir uns geeinigt haben." Katainen verteidigte zudem, dass Finnland auf die Hinterlegung von Sicherheiten beharrt. "Das Pfand ist Teil des Pakets, das wir von Anfang an zur Bedingung für unsere Zustimmung zur Griechenland-Hilfe, zum temporären Rettungsschirm EFSF und zum geplanten dauerhaften Stabilisierungsfonds ESM gemacht haben. Es ist schlicht eine politische Realität in Finnland."

Finanzministerin Fekter hatte zuvor von einer Entschärfung des Konfliktes berichtet. "Ich glaube, dass das nicht mehr Sprengkraft hat", sagte sie Reuters. Die Sicherheiten sollen so teuer gemacht werden, dass mit Ausnahme Finnlands kein anderes Land davon Gebrauch machen dürfte. "Auf technischer Ebene ist Einiges vorbereitet worden", sagte Fekter.

Unterdessen stellt sich die deutsche Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge auch auf das Szenario einer großangelegten Bankenrettung ein. "Wenn Internationaler Währungsfonds (IWF), Europäische Zentralbank (EZB) und EU die nächste Hilfstranche für Griechenland nicht freigeben, brauchen viele Großbanken sofort Geld", zitierte die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) aus der Spitze der schwarz-gelben Koalition.

Experten von EU-Kommission, EZB und IWF sollen nach Worten von EU-Währungskommissar Rehn in Kürze wieder überprüfen, welche Fortschritte die griechische Regierung gemacht hat, ihre Sparzusagen doch noch zu erreichen. Sie sollen ihre Arbeit bis zum Monatsende abschließen.