Erstellt am 27. Juni 2016, 14:41

von APA Red

Erhöhung der Grundversorgungs-Tagsätze. Die Bundesländer gehen mit der nachträglichen Erhöhung der Grundversorgungs-Tagsätze unterschiedlich um.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

In Wien etwa wurden sie budgetiert, in Kärnten nicht. Im Burgenland liegt die Erhöhung der Tagsätze für unbegleitete Minderjährige unter dem Nationalratsbeschluss.

In Wien ist der dafür zuständige Fonds Soziales Wien (FSW) gerade dabei, die rückwirkende Auszahlung abzuwickeln: "Bei uns gibt es keine Verzögerung", betonte eine Sprecherin von Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Wien habe von Anfang an gefordert, dass rückwirkend ausgezahlt werden müsse, und habe das auch entsprechend kommuniziert und budgetiert, hieß es weiters.

Kärnten:  "Müssen einen Kassasturz machen"

In Kärnten dagegen ist laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) die rückwirkende Auszahlung der Erhöhungen noch nicht budgetiert. "Wir müssen erst einen Kassasturz machen und dann überlegen, wie wir vorgehen", sagte Kaiser nach der Regierungssitzung. Bis man zu einer Entscheidung kommt, werde man aber erst den Abschluss des zweiten Quartals abwarten.

"Wir haben einen Beschluss gefasst, dass wir die Vereinbarung umsetzen", so der Sprecher von Soziallandesrat Norbert Darabos (SPÖ), Josef Newertal - und zwar rückwirkend, der Zeitraum sei klar geregelt. Im Burgenland wurde indes der Tagsatzerhöhung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in kleinen Wohngruppen nicht auf 95 Euro (von 77 Euro), sondern nur auf 82,50 Euro erhöht.

In Salzburg werden die Tagsätze für die Asylunterbringung rückwirkend mit 1. April 2016 angehoben. Die Betreiber der Quartiere seien bereits informiert worden, sagte ein Sprecher von Integrations-Landesrätin Martina Berthold (Grüne).