Erstellt am 21. März 2012, 12:23

Flughafen Wien erlitt 2011 Gewinneinbruch. Die Gewinne beim Flughafen Wien sind 2011 deutlich abgesackt. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich gegenüber dem Jahr davor um mehr als ein Drittel von 102,3 auf 67,2 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis nach Minderheiten schrumpfte um 58,3 Prozent auf 31,6 Millionen Euro. Grund dafür seien "bereits bekannte Wertberichtigungen und Einmaleffekte", teilte der Flughafen am Mittwoch mit.

Für die Aktionäre wird die Dividende auf einen Euro je Aktie halbiert. Die Ausschüttung soll demnach 21 Millionen Euro betragen. Hauptaktionäre sind die Länder Wien und Niederösterreich mit je 20 Prozent.

Der Gesamtumsatz am Airport erhöhte sich im Vorjahr um neun Prozent auf 582 Millionen Euro. Am 5. Juni geht der neue Terminal Skylink in Betrieb. "Nun stellen wir die Weichen für weiters Wachstum am Standort", so Vorstandsdirektor Julian Jäger. Allein die neuen Geschäfte und Gastronomiebetriebe schaffen 300 Arbeitsplätze. Insgesamt arbeiten rund 19.000 Mitarbeiter für den Flughafen.

Die Passagierzahl legte um 7,2 Prozent auf 21,1 Millionen zu, das Frachtvolumen verringerte sich um 6,2 Prozent auf 277.784 Tonnen. Die Anzahl der Flugbewegungen war bei 246.157 (2010: 246.146) stabil. "Das Jahr 2011 war ein Rekordjahr beim Passagieraufkommen und das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wieder", sagte Jäger.

Für 2012 erwartet der Vorstand des Flughafen Wien einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von "mindestens 200 Millionen Euro" - nachdem er im abgelaufenen Jahr um 12,4 Prozent auf 189 Millionen Euro gestiegen ist. Das seit sechs Monaten tätige Vorstandsduo Günther Ofner und Julian Jäger geht davon aus, dass der Umsatz von 582 Mio. Euro auf über 600 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern auf mehr als 50 Mio. Euro wachsen werden.

Gefördert wird die Expansion durch den neuen Abfertigungspier Skylink und Investitionen in Geschäfte, Konferenzen, Hotels und eventuell ein Einkaufszentrum. Gewinne wie 2010 sind für die nächsten Jahre aber nicht absehbar.