Erstellt am 12. Mai 2016, 05:34

von Werner Müllner

Förderung für Fisch. Die Burgenländer essen wesentlich mehr Fisch als im Burgenland produziert wird, Dunst will Abhilfe schaffen.

Chancen. Wolfgang Pleier und Verena Dunst mit heimischen Fisch.  |  NOEN, Werner Müllner
Die Aquakultur ist weltweit der am schnellsten wachsende Bereich der Lebensmittelproduktion, davon will nun auch im Burgenland profitieren.

Derzeit gibt es im Burgenland 504 Fischteiche, die meisten davon in Oberwart und Oberpullendorf. Landesrätin Verena Dunst, selbst Fischerin, erklärt: „Von den Kunden und Gastronomen wird viel mehr Fisch nachgefragt, als im Burgenland produziert wird.“

Pro Jahr verzehrt jeder Burgenländer 7 bis 8 Kilo Fisch (58 Kilo Schwein). 3.800 Tonnen Fisch werden jährlich im Burgenland produziert, aber 70.000 Tonnen werden verzehrt. Dunst: „Wir haben also einen Selbstversorgungsgrad von nur fünf Prozent.“ Das soll ausgebaut werden. „Für die Fischzucht gibt es viele Fördermöglichkeiten“, erklärt Dunst.

Wolfgang Pleier von der Landwirtschaftskammer ergänzt: „Der Fisch aus dem Neusiedler See ist immer ausverkauft, der jetzige Vorstoß geht eher in Richtung der landwirtschaftlichen Betriebe.“

Dunst ergänzt: „Förderungen gibt es für Investitionen, aus der Aktion Gesundes Essen, für Teich- und auch Fischzuchtanlagen.“ Und sie nennt auch Zahlen: „Bis ins Jahr 2020 stehen 2,5 Millionen Euro für diese Projekte zur Verfügung.“ Weitere Informationen über die Fischförderung gibt´s direkt im Büro Dunst oder bei der Landwirtschaftskammer.