Erstellt am 03. Juli 2013, 12:07

Forschungsausgaben heimischer Firmen steigen. Heimische Unternehmen haben 2011 im Vergleich zu 2009 um 9,9 Prozent mehr Geld in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert, die Gesamtausgaben stiegen damit erstmals auf einen Wert knapp über 5 Mrd. Euro.

Im selben Zeitraum ist die Zahl des im Forschungsbereich eingesetzten Personals um neun Prozent auf mehr als 37.800 Vollzeitbeschäftigte gestiegen.

Gegenüber dem - wohl krisenbedingt - wesentlich geringeren Anstieg von 5,3 Prozent im Vergleichszeitraum 2007 bis 2009, hat sich bis 2011 im Unternehmenssektor in Bezug auf Forschung und Entwicklung wieder mehr bewegt. Der Anstieg um fast zehn Prozent liegt auch knapp über dem des nominellen Bruttoinlandsprodukts (BIP), das von 2009 bis 2011 um 8,9 Prozent wuchs.

Überwiegender Teil aus Unternehmenssektor selbst

Kamen 2009 noch etwas weniger als 420 Mio. Euro aus dem öffentlichen Sektor, so hat sich dieser Anteil in zwei Jahren auf fast 582 Mio. Euro erhöht. 2011 kamen 370 Mio. Euro aus der Forschungsprämie und 160 Mio. Euro waren nicht rückzahlbare Mittel der Forschungsförderungsgesellschaft. Die starke Steigerung der Finanzierung durch die Forschungsprämie - 2009 waren es noch 250 Mio. Euro - sei zum Teil auf die Erhöhung der Erstattungsrate von acht auf zehn Prozent der betrieblichen Forschungs und Entwicklungs-Ausgaben zurückzuführen, heißt es in der Aussendung der Statistik Austria.

Der überwiegende Teil der Mittel für die firmeneigene F&E kommt aber weiterhin aus dem Unternehmenssektor selbst. Heimische Firmen finanzieren 71 Prozent ihrer F&E-Ausgaben selbst. 2011 waren das mehr als 3,5 Mrd. Euro. Die Finanzierung aus dem Ausland ist von 2009 auf 2011 um zwei Punkte auf 18 Prozent zurückgegangen. Mittel aus dem privaten gemeinnützigen Sektor fallen mit nur fünf Mio. Euro 2011 kaum ins Gewicht.

Der insgesamt höhere Mitteleinsatz schlägt auch auf die Beschäftigungszahlen durch: 2011 waren in Österreichs Unternehmen fast 20.400 Wissenschafter und Ingenieure tätig - eine deutliche Steigerung gegenüber 2009 (19.334,2 Vollzeitbeschäftigte). Der Frauenanteil unter den Wissenschaftern und Ingenieuren stagniert allerdings bei knapp unter 15 Prozent.