Erstellt am 11. April 2013, 11:23

Forschungsquote stagniert bei 2,81 Prozent. Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung werden in Österreich heuer laut einer Schätzung der Statistik Austria voraussichtlich bei 8,96 Mrd. Euro und damit um 2,9 Prozent über jenen von 2012 liegen.

Die Forschungsquote, also der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP), wird hingegen bei 2,81 Prozent stagnieren.

Ein neuer Höchstwert wird in diesem Jahr bei der Forschungsfinanzierung durch den Bund erwartet: 2013 sollen die Ausgaben für F&E vor allem durch Erstattungen an Unternehmen durch die Forschungsprämie um 2,8 Prozent auf 3,09 Mrd. steigen. Von den Bundesländern kommen 427 Mio. Euro, von sonstigen öffentliche Einrichtungen (Gemeinden, Kammern etc.) rund 105 Mio. Euro.

Insgesamt werden damit aus dem öffentlichen Sektor 3,62 Mrd. Euro in F&E fließen. Das sind 40,4 Prozent der Gesamtausgaben für Forschung und damit ein ebenso großer Anteil wie im Vorjahr.

Aus österreichischen Unternehmen werden heuer voraussichtlich 43,9 Prozent der Forschungsausgaben kommen, das entspricht rund 3,93 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatten sie 3,70 Mrd. investiert (43,8 Prozent der Gesamtausgaben). In ihrer 2011 beschlossenen Forschungsstrategie hatte die Bundesregierung als Ziel festgehalten, dass zumindest zwei Drittel der F&E-Mittel aus der Privatwirtschaft kommen sollen.

15,2 Prozent der prognostizierten F&E-Ausgaben (rund 1,36 Mrd. Euro) kommen aus dem Ausland (2012: 1,32 Mrd. bzw. ebenfalls 15,2 Prozent). Der überwiegende Teil stammen von multinationalen Konzernen, deren Tochterunternehmen in Österreich Forschung betreiben. Dazu kommen Rückflüsse aus den EU-Forschungsprogrammen.

Die Forschungsquote Österreichs liegt mit 2,81 Prozent deutlich über dem Schnitt der EU-27 (2,03 Prozent), allerdings hinter Ländern wie Finnland, Schweden und Dänemark, die mehr als drei Prozent ihres BIP in Forschung investieren.