Erstellt am 25. März 2013, 13:19

Frühjahrsrunde für Kollektivverträge in der Industrie startet. Die Frühjahresrunde für die Kollektivverträge von rund 130.000 Industrie-Beschäftigte ist angelaufen.

Bei der Textilindustrie mit ihren 10.000 Mitarbeitern hat das Feilschen um mehr Lohn und Gehalt schon begonnen, die 50.000 Personen der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) starten morgen, Dienstag. Ihnen folgen u. a. die Chemische Industrie, die Papierindustrie und die Glasindustrie.

Für die Arbeitnehmer legen sich einmal mehr RO-GE-Vorsitzender Rainer Wimmer und der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, ins Zeug. Sie sind es auch, die die Herbstlohnrunde mit dem Ringen um Lohnerhöhungen für die Metaller einläuten. Ihre Botschaft an die Arbeitgeber, die mit unterschiedlichen Verhandlungsteams antreten: "Die wirtschaftlichen Voraussetzungen in Österreich sind gut. Die Produktivität ist wieder deutlich gestiegen und die Inflationsrate ist immer noch relativ hoch. Die Löhne müssen kräftig steigen."

Bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen 2012 gab es unterm Strich eine Steigerung der Einkommen in der Elektro- und Elektronikindustrie um bis zu 4,5 Prozent. In der Chemischen Industrie wurden die KV-Löhne und -gehälter ebenso um 4,5 Prozent erhöht. Niedrige Einkommen stiegen um bis zu 5 Prozent. Die Metaller erzielten im Herbst einen Abschluss von bis zu 3,4 Prozent. Die Jahresinflationsrate 2012 lag bei 2,4 Prozent.

Unrund verlaufen seit längerem die KV-Verhandlungen der Banken. Am vergangenen Mittwoch führte auch ein elfstündiger Gesprächsmarathon zu keiner Einigung. Knackpunkt ist die Inflationsabgeltung. Ein Abschluss unter der Teuerungsrate ist für den Bank Austria-Betriebsratschef und stellvertretenden Chefverhandler der Arbeitnehmer, Wolfgang Heinzl, ein "no-go".Kommenden Mittwoch wird weiter verhandelt.