Erstellt am 05. Dezember 2011, 13:06

Für Felderer ist Beamten-Abschluss zu hoch. Für den Chef des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, ist der Gehaltsabschluss für die Beamten von durchschnittlich 2,95 Prozent zu hoch. Angesichts der Schuldenkrise und dem Umfeld in Europa bringe die Einigung nicht die große Ersparnis vonseiten der Beamten.

Der Öffentliche Bereich werde sich künftig von den nötigen Einsparungen nicht ausnehmen können, prophezeite er im Ö1-"Mittagsjournal". "Bescheidene Abschlüsse werden in den nächsten Jahren die Regel werden.

Der freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst und AUF-Vorsitzende Werner Herbert kritisierte dagegen, dass der Abschluss weit unter der aktuellen Oktober-Inflationsrate von 3,4 Prozent liege und warf der Bundesregierung eine offenkundige Geringschätzung ihren Bediensteten vor. Im Vergleich zu den höheren Abschlüssen in der Privatwirtschaft würden die öffentlich Bediensteten zu "Arbeitnehmern 2. Klasse" abqualifiziert.

Deutlich milder beurteilte Herberts Parteichef Heinz-Christian Strache den Abschluss. Am Rande einer Pressekonferenz meinte der FPÖ-Obmann, dass man ausverhandelte Ergebnisse respektieren müsse. Allgemein sprach sich Strache angesichts von Erhöhungen, die sich Manager zuschanzen wollten, dafür aus, Arbeitnehmer bei der Inflationsabwicklung stärker zu bedenken.